Reisebericht USA 2017 – Teil 4: Los Angeles

Hallo Ihr Lieben, seid ihr bereit für Teil 4 meines Reiseberichts? Es hat leider ein bisschen gedauert, aber mein WordPress hat beim Hochladen der Fotos gezickt. Nach nervenzehrendem Trial and Error hat es offenbar an einer winzigen Exporteinstellung in Lightroom gelegen. Hatte das jemand von euch schon mal? Sehr sonderbar das Ganze. Na ja, jetzt sind sie ja da, die Fotos, und es kann mit unserer virtuellen Reise weitergehen!Nach unserem Strandtag in Malibu sind wir nun also in Los Angeles angekommen. An Los Angeles hatte ich zugegebenermaßen von allen unseren Zielen die geringsten Erwartungen. Ich stellte es mir voller Autos, Palmen und Schickimicki-Läden vor. Natürlich trifft all das zu, aber wir waren selbst überrascht, wie gut uns Los Angeles gefallen hat.  Ich hatte uns ein Bed & Breakfast mitten in Hollywood gebucht – Elaines Hollywood Bed & Breakfast um genau zu sein – und kann es absolut weiterempfehlen! Preislich für 4 Personen absolut ok, vor allem, wenn man bedenkt, dass man problemlos parken kann und auch ein schönes Frühstück inbegriffen ist. Serviert wird es an der Kücheninsel in Elaines Küche und ein Schwätzchen mit den Eigentümern ist dabei auch noch drin. Leider war Elaine selbst während unseres Aufenthaltes verreist, aber ihr Mann Perry hat uns bestens versorgt. Das Zimmer (mit eigenem Bad natürlich) war plüschig und ziemlich kitschig, aber man fühlte sich wohl und willkommen. Wir würden jederzeit wieder dort übernachten!  Wir hatten 3 Übernachtungen und 2 volle Tage Zeit für Los Angeles. Und die haben wir so verbracht:

  • Sightseeing-Tour mit Sandra und Dennis – bei meinen Recherchen auf anderen Blogs war ich auf diese Ganztagestour aufmerksam geworden. Eigentlich bevorzugen wir Touren in der Landessprache, aber das Konzept hat mich so überzeugt, dass wir zugeschlagen haben. Im Kleinbus wurden wir einen ganzen Tag lang zu den wichtigsten Hotspots von Los Angeles gefahren, während der Fahrt mit vielen Geschichten und Fakten versorgt und nach verschiedenen Stopps dort wieder abgeholt. So konnten wir an nur einem Tag einen super Überblick über die Stadt bekommen. Das hätten wir auf eigene Faust mit Parkplatzsuche etc. überhaupt nicht geschafft. Wir haben den Walk of Fame besucht, das Griffith Observatory, den Farmers Market, wo wir auch Mittagspause gemacht haben, Beverly Hills, Santa Monica und Venice Beach. Die Tour war nur wenig teurer als eine dieser HopOnHopOff-Bustouren, aber um ein vielfaches informativer.
  • Walk of Fame – hier war´s ziemlich voll, aber dennoch toll, all die Sterne und vor allem das Theater zu sehen, wo die Oskars verliehen werden.
  • Griffith Observatory – eine Sternwarte, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Von diesem Hügel aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt (wenn´s nicht gerade total diesig ist so wie bei uns) und man kann toll das Hollywood Sign sehen.
  • Beverly Hills – sehr schick, leider sieht man hauptsächlich hohe Hecken und hohe Tore; die High Society lässt sich verständlicherweise nicht auf den Teller gucken.
  • Santa Monica Pier – muss man mal gesehen haben, aber dann ist der Drops auch schon gelutscht. Der Pier ist eine große und hoffnungslos überteuerte Kirmes. Der Strand in Santa Monica ist allerdings traumhaft breit und fein und wunderbar.
  • Venice Beach – hier hatten wir vielleicht zu hohe Erwartungen…auch Venice Beach gleicht mehr einer Kirmes, wenn auch ohne die Fahrgeschäfte. Am Muscle Beach produzieren sich Muskelmänner und genießen die Aufmerksamkeit sichtlich. Bekannt sind auch die Skateboarder, die wirklich was drauf haben. Insgesamt war´s schön, das alles mal live und in Farbe zu sehen, aber ich müsste da jetzt nicht nochmal hin.
  • Rodeo Drive – ein schicker Schlitten nach dem anderen brauste lautstark an uns vorbei und das Hotel Beverly Wilshire (bekannt aus Pretty Woman) haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Und kaum zu glauben, aber wahr: da ist doch tatsächlich mal eben so Eva Longoria in einem knallblauen hautengen Kleidchen an uns vorbeigestöckelt. Echt jetzt!!
  • Warner Bros. Studio Tour – wir haben uns bewusst für Warner Bros. entschieden und gegen Universal. Zum einen kannten wir die Universal Studios bereits aus Florida und zum anderen wird bei Warner richtig gedreht; wir hatten das Riesenglück, ans Set von Big Bang Theory zu dürfen, wo 2 Woche später die Dreharbeiten für die neue Staffel losgehen sollten. Überhaupt war die Tour im übergroßen Golf-Cart super unterhaltsam und interessant. Wir haben jede Menge Orte gesehen, die wir aus verschiedenen Filmen kannten, z.B, das Rathaus aus Zurück in die Zukunft oder das Cafe aus LaLaLand. Der Blick hinter die Kulissen ist mit allerhand spannenden Infos gespickt. Zusätzlich gibt es noch eine HarryPotter-Ausstellung mit den Originalkostümen und einen Shop, wo man allerhand Fanartikel kaufen konnte. 
  • Fahrt durch die Hollywood Hills – den Mullholland Drive entlang bei schönstem Sonnenschein…so stellt man sich LA vor! Was man da von weitem so an Villen zu Gesicht bekommt, ist schon der Wahnsinn. Aber kleiner Tipp: achtet darauf, dass ihr einen vollen Tank habt…es ist äußerst ärgerlich, wenn man dort oben in den Hügeln feststellt, dass der Sprit knapp werden könnte *grummel*.
  • echtes Hollywood-Feeling – hatten wir, als wir an der Filmpremiere von `The Last Tycoon´ vorbeifuhren. So richtig mit rotem Teppich und Blitzlichtgewitter und so. Leider standen uns die Fotografen im Weg, so konnten wir die Stars nicht sehen, so ein Mist.

Wo wir gegessen haben:

  • Farmers Market – hier gibt es jede Menge Möglichkeiten gut zu essen. Wir haben uns für einen brasilianischen Stand und ein tolles Churrasco entschieden. Super lecker! Weil es uns dort so gut gefallen hat, sind wir ein anderes Mal nochmal hin und haben Pizza an einem italienischen Stand gefuttert. Aber das Churrasco würde ich immer vorziehen!
  • Cheesecake Factory – wir waren in der Filiale in der Nähe des Rodeo Drive und haben hier richtig gut gegessen. Das hatten wir gar nicht unbedingt erwartet, denn eigentlich wollten wir nur wegen Penny aus der BigBangTheory dorthin. Damit hatte es praktisch nichts zu tun, aber das Essen war super, die Auswahl ist riesig. Ein Cheesecake musste natürlich auch noch sein. Wo wir schon mal da waren, ne?
  • Astro Burger auf der Melrose Avenue – wir hatten keine Lust mehr weit zu fahren und haben hier an unserem ersten Abend auf Empfehlung des Hausherren gegessen. Wirklich gute Burger.  Diese süße Jukebox stand bei Astro Burger auf dem Tisch. Leider haben wir unsere Münze umsonst rein geworfen, das Ding tat es nämlich nicht :-). Im nächsten Post nehme ich euch noch mit nach Las Vegas und zum Grand Canyon und dann geht es hier nach langer, langer Abstinenz endlich wieder kreativ weiter. Ich habe schon einiges an Projekten in der Warteschleife, die nur darauf warten, endlich gepostet zu werden!

      Liebe Grüße, Dina

Reisebericht USA 2017 – Teil 3: Highway No.1

Vielen lieben Dank für eure lieben Kommentare zu meinen bisherigen Reiseberichten! Ich freu mich riesig, dass es euch gefällt, hier in Gedanken ein bisschen mitzureisen.

Auf geht´s zum nächsten Abschnitt unserer Reise, nämlich von San Francisco bis Los Angeles. Diese Strecke könnte man mit dem Auto an einem Tag fahren, aber wir haben uns bewusst 3 Tage Zeit genommen, denn der Highway No.1, offiziell Pacific Coast Highway, soll eine der schönsten Straßen der Welt sein.

Los ging es also in San Francisco an einem Montagmorgen in Richtung Silicon Valley, wo viele San Franciscans arbeiten, so dass die Autobahnen entsprechend belebt waren. Nach einem Besuch von Facebook, Google, Apple und Co. fuhren wir in Richtung Küste nach Monterey, wo wir den ersten Stopp im Motel Pacific Inn einlegten. Schade, dass wir dort nur eine Nacht verbringen konnten, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dort super – ein großes, sauberes und komfortables Zimmer und ein Parkplatz direkt vor der Tür. Leider war das Wetter hier an der Küste bedeckt und trübe – ich hatte vorher schon davon gelesen, dass das Wetter im Sommer durchaus unbeständig ist und der Nebel, den wir schon aus San Francisco kannten, auch hier das Naturschauspiel trüben kann. Das war echt schade, weil wir an diesem Nachmittag den 17 Mile Drive fahren wollten, eine Privatstraße, die an der Küste entlang mit spektakulären Aussichtspunkten  bis nach Carmel aufwarten kann (s.u.). Schade war auch, dass ein Großteil des Highway No.1, der durch BigSur, dem berühmten Küstenabschnitt führt, wegen eines Erdrutsches im vergangenen Mai immer noch gesperrt ist, so dass wir einen großen Umweg durchs Inland fahren und auf so manches Highlight auf der Strecke verzichten mussten. Der nächste Übernachtungsstopp war San Simeon, berühmt für seine wild lebende Seeelefanten-Kolonie. Hier konnten wir wieder strahlenden Sonnenschein genießen, wie man sich das in Kalifornien so vorstellt. Das Motel The Morgan ist als einziges unserer Reise nicht zu empfehlen. Zwar hat es einen netten kleinen Pool und ist schön gelegen, jedoch hat es in dem abgewohnten Zimmer sehr sehr ungut gerochen und sowas kann ich ja gar nicht ab. Am nächsten Tag führte unser Roadtrip an Morro Bay und San Luis Obispo vorbei nach Pismo Beach und dann weiter über Solvang nach Santa Barbara. Dieses mediterrane Örtchen hat uns supergut gefallen. Man fühlt sich ein bisschen wie an der spanischen Costa del Sol, allerdings ohne die furchtbar verbaute Küste! Das ist überhaupt einer der Hauptunterschiede zu europäischen Küstenabschnitten: die Küste ist so herrlich unverbaut ohne einen einzigen Bettenbunker. Und es gibt unzählige Möglichkeiten, einfach so anzuhalten und die tolle Aussicht zu genießen! In Santa Barbara übernachteten wir im Lemon Tree Inn auf der State Street – auch dieses Motel kann ich uneingeschränkt empfehlen. Das Zimmer war vielleicht hier und da schon ein wenig abgeliebt, aber der Pool und all die Palmen haben das mehr als wett gemacht. Und preislich ist es im Vergleich zum restlichen Angebot auch super.

Von Santa Barbara führte unsere Reise dann über Malibu und Santa Monica nach Hollywood, wo wir ein Bed&Breakfast gebucht hatten. Bei Elaine und Perry sind wir mitten in Hollywood wunderbar gastfreundlich in ihrem viktorianischen Häuschen aufgenommen worden mit Frühstück an der schnuckeligen Kücheninsel und netten Gesprächen inbegriffen, aber dazu mehr in Teil 4 des Reiseberichts!

Was haben wir so alles gemacht?

  • Facebook und Google Headquarter – kann man sich getrost sparen, es gibt absolut nix zu sehen.
  • Steve Jobs Garage – wo alles begann….für die Jungs ganz spannend, aber eigentlich nichts Besonderes. Ein ganz normales Häuschen in einem Wohngebiet. Aber immerhin wurde hier der erste Mac zusammengebaut.
  • Apple Headquarter – schon beeindruckender. Man darf das Gebäude nicht betreten, aber im angegliederten Shop einkaufen. Die Mitarbeiter sind trotz starken Ansturms wahnsinnig hilfsbereit und nett.
  • Stanford University – ein traumhafter Campus, super gepflegt und wie man sich eine amerikanische Uni so vorstellt. Sie haben unter anderem zig Tennisplätze und einen richtigen Center Court. Meine tennisverrückten Männer waren glücklich.
  • Monterey – 17 Mile Drive bis Carmel-by-the-Sea; eine Privatstraße (10$ pro Auto) vorbei an millionenschweren Villen an einem der malerischsten Abschnitte der Küste. Bei schönem Wetter sicher ein Traum! In unserem Fall war es eher trübe, was man den Fotos natürlich auch ansieht, und es waren ziiiiemlich viele Touristen dort unterwegs. Trotzdem toll zu sehen, wie sich wilde Seelöwen auf den Felsen aalen.
  • Bixby Creek Bridge – eine wunderwunderschöne Holzbrücke an der Steilküste; man fühlt sich in eine andere Welt versetzt, hachz.
  • Elephant Seal Vista Point – auf dieses Highlight hatte ich mich lange vorher gefreut. Wilde Seeelefanten chillen in freier Wildbahn an der Küste und können aus nächster Nähe beobachtet werden. Natürlich gut abgegrenzt und mit strengen Regeln, um die Tiere nicht zu stören. Auf dem Parkplatz tummeln sich außerdem jede Menge zutrauliche Eichhörnchen. Im Anschluss konnten wir den wohl schönsten Sonnenuntergang unseres Lebens anschauen, auch wenn´s kitschig klingt. Sowas Schönes hab ich noch nie gesehen.
  • Morro Bay – der Morro Rock liegt als riesiger Felsbrocken direkt vor der Nase, ansonsten aber eher unspektakuläres Örtchen. Wir sind nur durchgefahren.
  • Madonna Inn in San Luis Obispo – in unzähligen Reiseberichten und Reiseführern hatte ich gelesen, dass man dem Madonna Inn doch unbedingt einen Besuch abstatten müsse mit seinem kultverdächtigen Kitsch und den themenbezogen dekorierten Zimmern. Hmm, na ja, kann man machen, muss man aber nicht. Der Kitsch hat uns echt erschlagen und ansonsten sah es für uns auch essensmäßig mehr nach Touristenfalle aus, ehrlich gesagt. Beim Foto unten (unschwer zu erkennen in pink) bekommt man schon Augenherpes, also Vorsicht!!
  • Pismo Beach – ein echtes kleines Bay Watch-Örtchen. Hier haben wir supertoll gegessen, dazu unten mehr
  • Solvang – ein dänisches Dorf mitten in Kalifornien. Hübsch zum Durchschlendern mit einer feinen Bäckerei.
  • Santa Barbara – hier hatten wir leider viel zu wenig Zeit. Ein Bummel über die State Street mit all seinen Geschäften ist aber Pflicht! Auch der Hafen ist wirklich schön.
  • Malibu – hier haben wir einen Strandtag eingelegt im Paradise Cove Beach Cafe. Isst man dort im Cafe, kann man 4 Stunden lang günstig parken, sonst wird´s teuer. Eine super komfortable Doppelliege mit Matratze und Sonnenschirm ist mit 30$ pro Tag auch kein Schnäppchen, aber dafür liegt es sich dort auch echt gemütlich. Wenn man Glück hat so wie wir, kann man Delfinen im Wasser zuschauen.
  • Malibu – ist bekannt für seine tollen Häuser direkt am Strand (ich erinnere nur mal an den Vorspann von `Two and a half man´ oder die Serie `Private Practice´, kennt die noch jemand?). Wahnsinn, wie toll muss es sein, einfach nur die Stufen runter zu gehen und seine Füße im Sand zu versenken??
  • Santa Monica Pier – eine kleine Dauerkirmes auf dem Pier mit völlig überteuerten Fahrgeschäften und Fressbuden. Kann man einmal gesehen haben und dann reicht´s auch schon. Der Strand rechts und links ist herrlich breit und weitläufig, aber sonst ist einfach zuviel Trubel.

Wo wir gegessen haben:

  • Rocky Point Restaurant – wenige Meilen südlich von Carmel direkt an der Küste. Eine Hammer-Location! Das Essen ist eher mittelmäßig und auch recht teuer – Lage ist eben alles. Es reicht wahrscheinlich auch, auf seinem Weg die Küste entlang dort nur etwas zu trinken. Vom Blick und dem ganzen Drumherum absolut empfehlenswert!
  • Main Street Grill – in Cambria ein paar Meilen südlich von San Simeon. Wir hatten Lust auf Spare Ribs und haben im Motel nach einer Empfehlung gefragt. Das hat sich gelohnt! Wir haben viel zu viel bestellt und gar nicht alles geschafft, aber es war so so lecker!
  • Hoagies in Pismo Beach – ein Zufallsfund, weil das Essen der draußen sitzende Leute so lecker aussah. Die besten mexikanischen Wraps ever.
  • Olsen´s Danish Bakery – in Solvang. Echt dänische Backwaren kann man dort kaufen (oder auch dort verzehren) und auch vieles probieren. Wir haben uns hier mit Apfelkuchen und anderen Leckereien als Wegzehrung eingedeckt. Lecker!
  • McConnels Fine Icecreams – auf der State Street, der Hauptflaniermeile in Santa Barbara. Tolle Sorten Eis und sehr sehr lecker.
  • In´n Out – zu später Stunde  war dies wieder unsere Anlaufstelle für richtig leckere und frische Burger.
  • Paradise Cove Beach Cafe in Malibu – hier haben wir ausgiebig und toll gefrühstückt mit Blick aufs Wasser und die Delfine am Horizont. 

Das ist hier eine wahre Bilderflut und ich danke allen, die tapfer bis zum Ende durchgehalten haben! Sobald ich die Fotos des nächsten Abschnitts fertig habe, geht es mit Teil 4 des Reiseberichts weiter – Los Angeles!

Liebe Grüße, Dina

Reisebericht USA 2017 – Teil 2: San Francisco

Mein ganzes Leben lang hab ich davon geträumt, einmal San Francisco zu besuchen. Das stand ganz oben auf unserer Bucket List. Diesen Sommer sollte es auf unserem Kalifornien-Roadtrip endlich soweit sein. Nach 4 Tagen New York City flogen wir mit Virgin America nach San Francisco – das dauert sage und schreibe 6 1/2 Stunden! Das war uns gar nicht klar, aber schließlich sind die USA ein großes Land und es ging einmal von der Ostküste an die Westküste mit zusätzlichen 3 Stunden Zeitunterschied. Inlandsflüge sind glücklicherweise sehr günstig, selbst wenn es Langstrecke ist. Die Airline selbst ist nur begrenzt empfehlenswert. Man sitzt eng, außer Getränken gibt es trotz der langen Flugzeit nichts Kostenloses zu essen, der Service ist mau und das Bordprogramm möchte auch extra bezahlt werden. Aber sie haben uns sicher transportiert und der Flug war billig, da wollen wir mal nicht meckern.Es war erholsam, nach der Sommerhitze New Yorks ins erfrischende San Francisco zu kommen! Manchmal schon fast zu erfrischend, denn am späteren Nachmittag sollte man besser was zum Überziehen dabei haben. Man hat uns erzählt, dass es Menschen geben soll, die bereist 3,4 Mal in San Francisco waren und noch nie die Golden Gate Bridge gesehen haben. Ist das zu fassen? Der berühmt-berüchtigte Nebel (die San Franciscans nennen ihn `Carl´) hat schon so manchem die (Touri-)Tour vermasselt. Umso glücklicher waren wir, als wir bei strahlendem Sonnenschein dort ankamen! Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und dieser Schönheit gleich einen Besuch abgestattet. Gott sei Dank, denn das Wetter sollte sich noch ändern… Mit Bahn und Bus kommt man übrigens problemlos vom Flughafen in die City und bekommt gleich eine entspannte Stadtrundfahrt dazu (dafür am besten gleich am Flughafen Muni-Tickets kaufen; im 3-Tage-Pass ist sogar das sonst ziemlich teure CableCar-Fahren inklusive). Wir haben die 4 Tage im Lombard Plaza Motel in der 2026 Lombard Street gewohnt. Ein sehr gepflegtes Motel mit Bushaltestelle quasi vor der Tür, so dass man problemlos mit dem Bus überall hin kommt. Und Parkplätze gibt es kostenlos dazu, die sind sonst Mangelware in San Francisco oder unbezahlbar. Unseren Mietwagen haben wir zwar erst am letzten Tag in San Francisco in Empfang genommen, um die Umgebung zu erkunden, aber diese eine Nacht war der kostenlose Parkplatz echt praktisch. 

Was haben wir alles gemacht und gesehen in und um San Francisco?

  • Golden Gate Bridge – es gibt mehrere Aussichtspunkte auf die Brücke, manche sind problemlos mit dem Bus zu erreichen. Einer der schönsten jedoch befindet sich auf der anderen Seite der Bucht in den Marin Headlands. Leider hat uns `Carl´ an unserem letzten Tag in der Stadt, als wir endlich einen Mietwagen hatten, komplett die Sicht versperrt. C´est la vie!
  • Fisherman´s Wharf – eine der Hauptattraktionen. Hat ein bisschen was von einem Jahrmarkt am Hafen. Ich fand´s schön, aber meine Männer waren eher mittelmäßig begeistert. Toll sind natürlich die Seelöwen am Pier 39, die sich dort auf den Anlegestellen niedergelassen haben. Die meisten ziehen in den Sommermonaten nach Süden zur Aufzucht ihrer Jungen, aber eine kleine Population bleibt im Hafen und scheint die Aufmerksamkeit der Touristen regelrecht zu genießen.
  • Alcatraz – die Gefängnisinsel gehört zum Pflichtprogramm! Tickets sollten aber rechtzeitig vorher gebucht werden (3 Monate im Voraus werden sie zur Buchung freigegeben). Wir haben die Early Bird-Tour gemacht, die erste des Tages um 8:45h, so war es auf der Insel noch nicht so voll. Unser absolutes Highlight in San Francisco! Die Audio-Tour ist so gut gemacht, dass man eine 3/4 Stunden wie gebannt lauscht und durch das Gefängnis bummelt – sowas von spannend! Außerdem ist die Insel landschaftlich wunderschön, das sollte man auf keinen Fall verpassen.
  • Segway Tour – wir hatten schließlich Teenager dabei, die was erleben wollten ;-)). Wir haben die 3-stündige Tour bei citysegwaytours.com gebucht und es nicht bereut! Ich hatte ganz schön Schiss vorher, aber die Dinger sind nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wirklich nicht schwer zu fahren (nicht, dass ich mich nicht als Einzige auch mal langgemacht hätte…wie peinlich, aber die Straßen sind in SF auch besonders steil *hüstel*, ist aber nix passiert). In unserer Gruppe waren wir die einzigen Touristen, der Rest der Gruppe waren einheimische Freunde, die die Tour als Hochzeitsgeschenk verschenkt hatten. So haben wir als große Plus auch noch jede Menge Geschichten aus SF zu hören bekommen!
  • Alamo Square – jeder meiner Generation, der als Kind die Serie `Full House´gesehen hat, kennt den Alamo Square aus der Eingangsszene mit den wunderschönen viktorianischen bunten Häusern. Da muss man natürlich auch mal hin, auch wenn man dann feststellt, dass es rundherum gar nicht so idyllisch aussieht. Aber die Häuser sind trotzdem toll und tatsächlich bewohnt.
  • Ferry Building Market Place – ein riesiger überdachter Marktplatz mit lauter kleinen Geschäften und Produkten aus lokalem Anbau. Ein Fest für alle, die gern essen und trinken.
  • Cable Car – man war nicht wirklich in San Francisco, wenn man nicht Cable Car gefahren ist! Es gibt insgesamt 3 Linien; eine davon (die Powell/Hyde-Linie) ist hoffnungslos überlaufen und die Schlangen sind so lang, dass man gut und gerne 2 Stunden anstehen kann. Wir haben uns deshalb für die California Line entschieden, deren Einstiegspunkt gleich gegenüber des Ferry Buildings in der California Street liegt. Dort warteten kaum Leute und wir konnten tolle Plätze im Cable Car ergattern (und ja, ich hab mich auch mal rausgehängt und gefilmt; ganz schön abenteuerlich, wenn man bedenkt, dass man da so gar nicht gesichert ist).
  • China Town – die California Line fährt praktischerweise an China Town vorbei. Man taucht in eine andere Welt ein, in der praktisch alles nur noch auf Chinesisch geschrieben steht. Aber es war auch ganz schön voll.
  • Lombard Street – angeblich die krummste Straße der Welt und bestimmt eine der steilsten. Dieses kleine Stück der Lombard Street ist berühmt für ihren geschlängelten Verlauf; die mussten wir natürlich an unserem letzen Tag dort mit unserem Mietwagen auch mal fahren und haben echt Nerven gelassen. Aber der Blick von oben runter auf den weiteren Verlauf der Straße, die Stadt und das Meer ist einfach unbezahlbar!
  • Berkeley – über die Oakland Bay Bridge kommt man nach Berkeley, der Universitätsstadt. Der Campus ist nobel und super gepflegt, kein Wunder bei Studiengebühren von etwa 55000$ pro Semester. Vom Ufer aus hat man eine tolle Sicht auf San Francisco.
  • Sausalito – das kleine Städtchen nördlich der Bay von San Francisco hat nicht nur tolle Aussichtspunkte auf die Brücke, sondern ist auch für seine Hausbootkolonien bekannt. Ich hätte mal direkt in so ein schnuckeliges schwimmendes Häuschen einziehen können! Vorsicht beim Überqueren der Golden Gate mit dem Auto: stadteinwärts muss man eine Maut bezahlen, die man nicht in bar entrichten kann. Bis zu 2 Tage nach der Überquerung kann man die Gebühr unter Angabe des Kennzeichens online per Kreditkarte bezahlen. Wir haben leider nur `Carl-Suppe´ beim Überqueren gesehen. Umso glücklicher waren wir über die ersten zwei Tage Sonnenschein, in denen wir die GoldenGate in voller Schönheit bewundern konnten, wenngleich auch noch ohne Mietwagen nur aus der Ferne.
  • 49-mile-scenic-drive – eine Route zu den schönsten Plätzen San Franciscos mit dem Auto (eine Karte ist im Visitor Information Center zu bekommen, man findet den Weg aber auch problemlos mit Google Maps). Leider hat uns das Wetter diese an sich wunderschöne Tour im wahrsten Sinne des Wortes `vernebelt´; auf dem Hügel Twin Peaks war die eigene Hand vor Augen kaum noch zu sehen. Kann passieren in SF!

Puh, ist überhaupt noch jemand da von euch? Sorry für den langen Text, jetzt kommen endlich Fotos und auch ein paar Restaurant-Tipps! Die letzten zwei Fotos zeigen Nebel `Carl´, wie er vor Sausalito um die Golden Gate Bridge wabert und ganz besonders reizend der Blick von der Bank, von der man die Brücke angeblich am allerschönsten sehen kann. Nun denn, das war wohl ein Satz mit X . Wie Sie sehen, sehen Sie nix.

Nun aber zu den Restaurant-Tipps; es gilt dasselbe wie für New York, wir haben eher low budget gegessen:

  • In ´n Out Burger – für viele ein alter Hut, für uns eine Neuentdeckung und kleine Sensation. Wir haben selten so leckere Burger für so schmales Geld gegessen. 
  • Lou´s Fishshack (300 Jefferson Street) – gute Fischküche zu gerade noch akzeptablen Preisen. Nur ein Pfützchen Weißwein war mit mind. 8$ pro Pfütze wie eigentlich überall unverschämt teuer. Man darf nicht vergessen, dass immer noch Tax und etwa 20% Tip obendrauf kommen.
  • Hog Oyster Company – im Ferry Building angesiedelt; sehr stylische und coole Location, auch nicht soooo low budget, aber noch akzeptabel. Wir wissen allerdings jetzt, dass ich Austern auch frittiert nicht mag und dass die berühmte Clam Chowder eine sahnige Kartoffel-Lauch-Suppe mit Muscheln ist, aber gar nicht so recht nach Muscheln schmeckt. Lecker war sie trotzdem!
  • Acme Bread – auch im Ferry Building; kein Restaurant, aber der genialste Ort, um richtig richtig leckeres Brot zu kaufen
  • Ghirardelli (900 North Point St.) – auch kein Restaurant, aber soooo leckeres Eis. Die Schlangen sind lang, aber die Wartezeit wird den Kunden mit dem Verteilen kostenloser Schokotäfelchen versüsst.  Das Eis ist ausgesprochen teuer, aber so üppig, dass das locker als Hauptmahlzeit durchgeht.
  • Skates On The Bay (100 Seawall Dr, Berkeley) – toll gelegenes Restaurant direkt an der Bay mit einem tollen Blick auf San Francisco; das Essen ist gut, aber nicht überragend; man zahlt hier natürlich für die Lage. Das Lokal ist am Sonntag voll mit einheimischen Familien. Am besten vorher online reservieren.

Wer auch immer bis hierhin durchgehalten hat: danke fürs Lesen! Im nächsten Post geht es über das Silicon Valley auf den Highway No.1 die Westküste hinunter bis Los Angeles. Schaut gerne wieder vorbei, wenn ihr Lust habt!

Liebe Grüße, Dina

Da bin ich wieder! Mit einem Reisebericht USA 2017 – Teil 1 New York City

Die Schulferien sind vorbei, unser traumhafter USA-Urlaub auch und wohl oder übel habe ich mich damit abgefunden, dann man leider nicht für immer auf Reisen gehen kann – mit anderen Worten, der Alltag hat uns zurück. Wie ihr wisst, habe ich viel Zeit mit der Planung unserer Reise verbracht. (Wie ich alle Buchungen und Vorbereitungen untergebracht habe, habe ich euch in diesem Post schon mal gezeigt.) Nun, da die Reise hinter uns liegt, habe ich den Kopf wieder frei für Neues. Zur Zeit ziehe ich mit meinem Bastelkram wieder in mein Studio unter dem Dach (ich hatte zwischenzeitlich mal all mein Zeug ins Erdgeschoss verfrachtet, um zwischendurch mal schnell was machen zu können). Ich miste aus, räume um und sortiere neu – so langsam bekomme ich wieder richtig Lust aufs Kreativsein!

Und bis ich euch wieder etwas Kreatives zeigen kann, könnte ich euch doch auch einfach mit auf unsere Reise nehmen, oder? Habt ihr Lust? Vielleicht plant der ein oder andere von euch ja auch irgendwann so eine Reise und freut sich über Tipps? Ich habe im Vorfeld massenhaft Reiseberichte im Netz gelesen und habe jede Menge tolle Ideen daraus gezogen.

Kurz ein paar Fakten: wir sind in New York gestartet, dann nach San Francisco geflogen und mit dem Mietwagen über den Highway No.1 nach Los Angeles und weiter nach Las Vegas gefahren. Wir waren drei Wochen unterwegs, haben auf drei Flügen gut 19000 Flugkilometer zurückgelegt und sind mit dem Mietwagen etwa 2500km gefahren. Es war also kein Entspannungsurlaub, aber dafür haben wir so viel Tolles erlebt und gesehen! Ich habe ein Jahr im Voraus mit der Planung und Buchung begonnen (nämlich in unserem komplett verregneten Hollandurlaub 2016, wenigstens war das WLAN gut ;-)); zuerst die Flüge, dann die Hotels. Ich habe alles auf eigene Faust über booking.com gebucht und immer mit kostenloser Stornierung. So konnte ich immer mal wieder reinsehen und gegebenenfalls ein günstigeres Hotel/Motel buchen, wenn ich eins entdeckt hatte. Zu viert mit zwei Teenagern ist das nämlich preislich alles kein Spaß, da lohnt sich schon der Zeitaufwand zu suchen. Wir haben uns auch immer zu viert ein Zimmer geteilt; viele Hotelzimmer in USA sind groß und verfügen über zwei Queensizebetten, also völlig ausreichend für 4 Personen.

Los ging es also mit unserem Flug von Frankfurt nach New York City. Wir sind am Abend vorher mit dem Zug angereist und haben uns eine Nacht in einem einfachen Flughafenhotel gegönnt, damit wir nicht mitten in der Nacht los mussten; schließlich startete der Flieger schon um halb neun. So sind wir morgens entspannt aufgebrochen. Wir sind mit Singapore Airlines geflogen – das war die preiswerteste Alternative und mit Abstand der beste Langstreckenflug, den wir je hatten. Echt komfortabel, ein tolles Essen (echt jetzt, es gab Häagen Dazs Eis zum Nachtisch!!) und so eine freundliche Bordcrew, wirklich empfehlenswert! Dass es sich um einen Airbus A380 handelte, versetzte meine Männer in Verzückung, ich hatte natürlich keine Ahnung :-)).

In New York angekommen, hat uns erstmal die schwüle Hitze erschlagen, die dort herrschte. In Kombination mit der starken Klimatisierung überall ganz schön harter Tobak für das Immunsystem. Nehmt euch auf jeden Fall immer was zum Überziehen mit, auch wenn es absurd klingt! Mit dem New York Airporter ging es nach Manhattan. Den hatte ich schon vorher gebucht; man kann sich aber auch erst vor Ort dafür entscheiden. Für uns war es die günstigste Variante, um nach Manhattan zu kommen. Zu viert kostet er dasselbe wie ein Taxi, nur passen wir zu viert mit vier Koffern nicht in EIN Taxi. Der Airporter hält unter anderem zentral an der Grand Central Station, von wo aus es nur 2 Blöcke zu laufen waren bis zu unserem Hotel The William, das super zentral in der 39. Straße gelegen ist (24 E 39th Str.).Wer dieses Hotel jetzt flugs auf booking.com oder ähnlichen Plattformen sucht, wird uns umgehend für verrückt erklären oder für heimliche Lottomillionäre halten. Ich habe das Hotel tatsächlich ein Jahr im Voraus gebucht und offenbar einen Schnapperpreis ergattert. Vielleicht war es auch einfach nur mein Glückstag und ich hab so ein booking.com-Angebot-für-einen-Tag erwischt. Keine Ahnung, danach war es immer 3 bis 4 mal teurer als das, was wir bezahlt haben. Es lohnt sich also, sich mal auf die Lauer zu legen. New York ist grundsätzlich eine teure Stadt zum Übernachten und Essen und überhaupt, da lohnt sich die Suche auf jeden Fall. Das Hotel ist absolut empfehlenswert. Unser Zimmer war nicht riesig, aber ausreichend, mit einer kleinen Küchenzeile mit Kaffeemaschine und Kühlschrank – wir haben auf dieser Reise fast immer im Zimmer gefrühstückt – und einem kleinen Balkon hinaus auf den Hochhausdschungel New Yorks.

Bevor ich den Post ewig in die Länge ziehe und euch jeden einzelnen Tag schildere, fasse ich lieber zusammen, was wir so alles gemacht und wo wir gegessen haben. Ach ja, einen New York City Pass, mit dem überall geworben wird, haben wir nicht gekauft. In der kurzen Zeit kann man nur eine begrenzte Anzahl an Attraktionen schaffen. Am besten beide Varianten mit und ohne NYCPass ausrechnen und schauen, was günstiger ist.

  • Hop On Hop Off Bus Tour – lohnt sich höchstens für einen Tag, um sich einen Überblick zu verschaffen. Als Transportmittel taugt es nichts. Das Geld, das man dort bei 4 Personen investiert, steckt man besser in Taxifahrten, die beste Art, um schnell von A nach B zu kommen. Und lasst euch bloß keine Vip-Tickets aufschwatzen…`skip the line´ hat genau einmal funktioniert!
  • Times Square – muss man mal gesehen haben, aber es war unglaublich voll, schwül und stickig, einmal reicht um diese Jahreszeit
  • Empire State Building – ein Muss! Am besten gleich am ersten Morgen um 8 Uhr; man ist durch den Jetlag eh früh wach und dort oben ist um diese Zeit nix los.
  • HopOnHopOff Ferry Tour – wir haben uns das Hoppen gespart und sind eine Runde komplett durchgeschippert. Sehr entspannend, wenn man gejetlagged ist und man sieht auch noch richtig viel von der Skyline, den Brücken und Miss Liberty
  • 911 Memorial – wunderschön, aber auch bedrückend. Am Tag des Geburtstags eines der Opfer wird eine weiße Rose an den Namen gesteckt. Im Museum waren wir nicht. Ich war mir nicht sicher, ob ich das verkrafte.
  • Museum of Natural History – Schauplatz des Films `Nachts im Museum´, deshalb ein Muss für unsere Jungs. Das Museum ist nett gemacht, man erkennt aber kaum was aus dem Film wieder, schade.
  • Central Park – ein Muss, vor allem im Sommer! Eine tolle Location für ein Picknick (wir haben vorher unser Lunch bei Whole Foods eingekauft).
  • Freiheitsstatue und Ellis Island – auch hier haben wir die erste Tour am Morgen gebucht (im Voraus, die sind schnell weg). So waren die Massen noch nicht da. Die Krone haben wir uns gespart; ich kann mir Schöneres vorstellen als mich in schwül-stickiger Luft an fremden Leibern die schmale Treppe hochzuquetschen; zu anderen Jahreszeiten bestimmt ein Erlebnis. Das Einwanderungsmuseum auf Ellis Island ist super interessant und informativ, auch für die Kids.
  • Top of the Rocks auf dem Rockefeller Center – von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick und kann auch das Empire State Building sehen! Unbedingt vorher die Tickets zur Wunschzeit buchen, sonst muss man nehmen, was noch übrig ist. Man bucht die Auffahrt mit dem Aufzug für ein bestimmtes Zeitfenster. Ich habe im Vorfeld recherchiert, wann die Sonne untergeht und unsere Tickets entsprechend gebucht. Das Timing war perfekt!
  • 5th Avenue – ein Shopping-Paradies! Allerdings steht der Dollar ausgesprochen mies für uns, so dass es keine Schnäppchenjagd wird.

Ein paar Tipps für gutes Essen – wir waren als 4-köpfige Familie mit einem eingeschränkten Budget unterwegs, entsprechend auch diese Locations (mit Ausnahme der Pearl Oyster Bar). New York ist teuer, am günstigsten kommt man natürlich mit Burgern davon. Die aufgezählten sind dennoch was Besonderes, mit Mäckes haben die wenig gemeinsam. 

  • Shake Shack (691 8th Av. zwischen der 43. und 44. Straße) – absolute Empfehlung, das buttrige Burgerbrötchen sucht seinesgleichen; außerdem schreiben sie sich gesunde Zutaten ohne Hormone und Antibiotika auf die Fahne. Es gibt noch weitere Filialen.
  • Pearl Oyster Bar (18 Cornelia Str.) – ein (vielleicht gar nicht mehr so geheimer) Geheimtipp in Greenwich Village. Hier gibt es die leckersten Lobster Rolls mit Shoestring Fries. Zum Niederknien. Man kann nicht reservieren und es wird voll, deshalb sind wir gleich mittags um 12 dort zum Lunch gewesen. Ist allerdings auch kein Schnäppchen.
  • Eataly (200 5th Avenue) – eine Mischung aus italienischem Feinkostladen und Bistro; wir haben dort nicht gegessen, sondern nur einen Espresso getrunken, aber der Laden ist irre!
  • Burger Joint (119W 56th Str.) –  ganz versteckt im Hotel Le Parker Meridien befindet sich dieser ausgefallene Burgerladen. Sieht aus wie eine Bretterbude und hat auch nur zwei Burger zur Wahl. Die sind allerdings echt gut.
  • Mulligans (267 Madison Av.) – um die Ecke von unserem Hotel; nette Sportsbar mit gutem und bezahlbarem Essen wie Spare Ribs und sehr leckerem Caesar´s Salad.

Und noch ein paar Impressionen:

Wir hatten 3 1/2 Tage zur Verfügung, da kann man natürlich nicht alles machen und sehen, was es zu sehen gibt. Aber New York ist auch keine Stadt, die man in wenigen Tagen abarbeitet. Wir haben es zum Beispiel nicht geschafft, Brooklyn zu erkunden oder die HighLine. Da müssen wir wohl nochmal wiederkommen! Dann aber gerne außerhalb der Sommerzeit, denn die schwüle Hitze ist ganz schön anstrengend bei der ganzen Lauferei. Die Metro war bei den Temperaturen auch keine Hilfe. Wir haben uns dann doch das ein oder andere Taxi gegönnt, denn das könnte einfacher nicht zu bekommen sein im Big Apple – einfach Arm raus und zack, hält eins der bekannten Yellow Cabs am Bordstein! Ganz wie bei Gossip Girl ;-)))

Hach, es ist schön, wieder hier auf dem Blog zu sein!

Liebe Grüße, Dina

 

April-Kit No.4 und ein paar Veränderungen

Hallo Ihr Lieben, ich habe gerade mit Schrecken festgestellt, dass ich zuletzt vor zwei Wochen gebloggt habe. Hier ist wohl der Schlendrian eingezogen…

Sicher habt ihr es schon in den sozialen Medien gelesen. Unsere allseits geliebte Papierwerkstatt schließt ihre Tore und das April-Kit ist das letzte Monatskit. Ich hatte nun schon ein paar Wochen Zeit, diese Hiobsbotschaft zu verdauen, aber sie macht mich immer noch traurig. Ich war wahnsinnig gern Teil ihres Designteams. Aber ein Abschied ist auch immer irgendwie ein Neuanfang und ich wünsche beiden Schwestern alles erdenklich Gute für alle neuen Herausforderungen, die das Leben bereit hält.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was dieser Schritt für meinen Blog bedeutet. Ich habe in letzter Zeit sehr unregelmäßig gebloggt, teils aus Zeitmangel (ich weiß echt nicht, wo Vollzeitberufstätige die Zeit dafür hernehmen?!), teils aus Motivationsmangel. Seit Ende letzten Jahres hat sich mein Interesse an Fotografie vertieft, ebenso an den Möglichkeiten, die moderne Bildbearbeitungsprogramme so bieten. Außerdem liebe ich es zur Zeit, unsere USA-Reise im Sommer zu planen. Das alles frisst ganz schön viel Zeit! Da ist es natürlich nicht gerade hilfreich, wenn nicht mehr jeden Monat ein feines Designpaket ins Haus schneit und mich zum Kreativsein lockt.

Dennoch werde ich diesen Blog nicht schließen, denn hier stecken so viele Jahre Herzblut drin, die dann einfach weg wären. Ich kann die Finger natürlich nicht ganz von Papier lassen und werde hin und wieder meine Kreationen hier zeigen, aber durch den fehlenden `Druck´ eines Monatskits sicher nicht mehr so oft wie in der Vergangenheit. 

Außerdem werde ich für neue Posts keinen Newsletter mehr verschicken, denn neuerdings muss man seine Seite ja irgendwie zertifizieren lassen (das heißt bestimmt anders, aber ihr wisst schon, irgendwas mit Datenschutz und so) und die Umstellung hätte bei meinem Provider eine Menge Geld gekostet. Das überlegt man sich bei einem reinen Hobbyblog ja eher zweimal. Wenn ich einen neuen Post veröffentliche, poste ich das eigentlich auch immer bei Instagram oder Facebook (siehe Sidebar), oder ihr folgt mir ganz altmodisch über Bloglovin (auch in der Sidebar). Ich freue mich jedenfalls, wenn ihr ab und zu noch hier vorbeischaut. Und wer weiß, vielleicht packt es mich bald schon wieder und ich bombardiere euch wieder mit jeder Menge Inspirationen!

Ein letztes Projekt aus dem April-Kit der Papierwerkstatt habe ich heute noch für euch. Im Kit ist auch ein Stempelkissen enthalten. Damit kann man einfach und schnell einen Grußhintergrund stempeln und eine einfache Stanzform aus gemustertem Papier als Hingucker dazunehmen. So eine Karte ist auch prima für die Massenfertigung geeignet, da es beim Stempeln nicht so drauf ankommt, dass alles akkurat angeordnet ist.

Ich wünsche euch noch ein wunderschönes und entspanntes langes Rest-Wochenende! 

Liebe Grüße, Dina

April-Kit No.3 – Alles Gute

Gibt´s das auch in scharf?? Nee, leider nicht, aber erkennen kann man das Kärtchen aus dem April-Kit der Papierwerkstatt ja trotzdem irgendwie :-))).

Enthalten ist ein wunderschöner Stempel von Cats and Appletrees – einzeln gibt´s ihn hier.Seht ihr den Nupsie da rechts an der Seite? Meistens besteht dieses gestalterische Element ja aus einem Textilband. Aber warum nicht einfach einen Streifen passenden Papier falten und stattdessen nehmen? Geht auch, finde ich!

Habt eine sonnige Woche! Liebe Grüße, Dina