Da bin ich wieder! Mit einem Reisebericht USA 2017 – Teil 1 New York City

Die Schulferien sind vorbei, unser traumhafter USA-Urlaub auch und wohl oder übel habe ich mich damit abgefunden, dann man leider nicht für immer auf Reisen gehen kann – mit anderen Worten, der Alltag hat uns zurück. Wie ihr wisst, habe ich viel Zeit mit der Planung unserer Reise verbracht. (Wie ich alle Buchungen und Vorbereitungen untergebracht habe, habe ich euch in diesem Post schon mal gezeigt.) Nun, da die Reise hinter uns liegt, habe ich den Kopf wieder frei für Neues. Zur Zeit ziehe ich mit meinem Bastelkram wieder in mein Studio unter dem Dach (ich hatte zwischenzeitlich mal all mein Zeug ins Erdgeschoss verfrachtet, um zwischendurch mal schnell was machen zu können). Ich miste aus, räume um und sortiere neu – so langsam bekomme ich wieder richtig Lust aufs Kreativsein!

Und bis ich euch wieder etwas Kreatives zeigen kann, könnte ich euch doch auch einfach mit auf unsere Reise nehmen, oder? Habt ihr Lust? Vielleicht plant der ein oder andere von euch ja auch irgendwann so eine Reise und freut sich über Tipps? Ich habe im Vorfeld massenhaft Reiseberichte im Netz gelesen und habe jede Menge tolle Ideen daraus gezogen.

Kurz ein paar Fakten: wir sind in New York gestartet, dann nach San Francisco geflogen und mit dem Mietwagen über den Highway No.1 nach Los Angeles und weiter nach Las Vegas gefahren. Wir waren drei Wochen unterwegs, haben auf drei Flügen gut 19000 Flugkilometer zurückgelegt und sind mit dem Mietwagen etwa 2500km gefahren. Es war also kein Entspannungsurlaub, aber dafür haben wir so viel Tolles erlebt und gesehen! Ich habe ein Jahr im Voraus mit der Planung und Buchung begonnen (nämlich in unserem komplett verregneten Hollandurlaub 2016, wenigstens war das WLAN gut ;-)); zuerst die Flüge, dann die Hotels. Ich habe alles auf eigene Faust über booking.com gebucht und immer mit kostenloser Stornierung. So konnte ich immer mal wieder reinsehen und gegebenenfalls ein günstigeres Hotel/Motel buchen, wenn ich eins entdeckt hatte. Zu viert mit zwei Teenagern ist das nämlich preislich alles kein Spaß, da lohnt sich schon der Zeitaufwand zu suchen. Wir haben uns auch immer zu viert ein Zimmer geteilt; viele Hotelzimmer in USA sind groß und verfügen über zwei Queensizebetten, also völlig ausreichend für 4 Personen.

Los ging es also mit unserem Flug von Frankfurt nach New York City. Wir sind am Abend vorher mit dem Zug angereist und haben uns eine Nacht in einem einfachen Flughafenhotel gegönnt, damit wir nicht mitten in der Nacht los mussten; schließlich startete der Flieger schon um halb neun. So sind wir morgens entspannt aufgebrochen. Wir sind mit Singapore Airlines geflogen – das war die preiswerteste Alternative und mit Abstand der beste Langstreckenflug, den wir je hatten. Echt komfortabel, ein tolles Essen (echt jetzt, es gab Häagen Dazs Eis zum Nachtisch!!) und so eine freundliche Bordcrew, wirklich empfehlenswert! Dass es sich um einen Airbus A380 handelte, versetzte meine Männer in Verzückung, ich hatte natürlich keine Ahnung :-)).

In New York angekommen, hat uns erstmal die schwüle Hitze erschlagen, die dort herrschte. In Kombination mit der starken Klimatisierung überall ganz schön harter Tobak für das Immunsystem. Nehmt euch auf jeden Fall immer was zum Überziehen mit, auch wenn es absurd klingt! Mit dem New York Airporter ging es nach Manhattan. Den hatte ich schon vorher gebucht; man kann sich aber auch erst vor Ort dafür entscheiden. Für uns war es die günstigste Variante, um nach Manhattan zu kommen. Zu viert kostet er dasselbe wie ein Taxi, nur passen wir zu viert mit vier Koffern nicht in EIN Taxi. Der Airporter hält unter anderem zentral an der Grand Central Station, von wo aus es nur 2 Blöcke zu laufen waren bis zu unserem Hotel The William, das super zentral in der 39. Straße gelegen ist (24 E 39th Str.).Wer dieses Hotel jetzt flugs auf booking.com oder ähnlichen Plattformen sucht, wird uns umgehend für verrückt erklären oder für heimliche Lottomillionäre halten. Ich habe das Hotel tatsächlich ein Jahr im Voraus gebucht und offenbar einen Schnapperpreis ergattert. Vielleicht war es auch einfach nur mein Glückstag und ich hab so ein booking.com-Angebot-für-einen-Tag erwischt. Keine Ahnung, danach war es immer 3 bis 4 mal teurer als das, was wir bezahlt haben. Es lohnt sich also, sich mal auf die Lauer zu legen. New York ist grundsätzlich eine teure Stadt zum Übernachten und Essen und überhaupt, da lohnt sich die Suche auf jeden Fall. Das Hotel ist absolut empfehlenswert. Unser Zimmer war nicht riesig, aber ausreichend, mit einer kleinen Küchenzeile mit Kaffeemaschine und Kühlschrank – wir haben auf dieser Reise fast immer im Zimmer gefrühstückt – und einem kleinen Balkon hinaus auf den Hochhausdschungel New Yorks.

Bevor ich den Post ewig in die Länge ziehe und euch jeden einzelnen Tag schildere, fasse ich lieber zusammen, was wir so alles gemacht und wo wir gegessen haben. Ach ja, einen New York City Pass, mit dem überall geworben wird, haben wir nicht gekauft. In der kurzen Zeit kann man nur eine begrenzte Anzahl an Attraktionen schaffen. Am besten beide Varianten mit und ohne NYCPass ausrechnen und schauen, was günstiger ist.

  • Hop On Hop Off Bus Tour – lohnt sich höchstens für einen Tag, um sich einen Überblick zu verschaffen. Als Transportmittel taugt es nichts. Das Geld, das man dort bei 4 Personen investiert, steckt man besser in Taxifahrten, die beste Art, um schnell von A nach B zu kommen. Und lasst euch bloß keine Vip-Tickets aufschwatzen…`skip the line´ hat genau einmal funktioniert!
  • Times Square – muss man mal gesehen haben, aber es war unglaublich voll, schwül und stickig, einmal reicht um diese Jahreszeit
  • Empire State Building – ein Muss! Am besten gleich am ersten Morgen um 8 Uhr; man ist durch den Jetlag eh früh wach und dort oben ist um diese Zeit nix los.
  • HopOnHopOff Ferry Tour – wir haben uns das Hoppen gespart und sind eine Runde komplett durchgeschippert. Sehr entspannend, wenn man gejetlagged ist und man sieht auch noch richtig viel von der Skyline, den Brücken und Miss Liberty
  • 911 Memorial – wunderschön, aber auch bedrückend. Am Tag des Geburtstags eines der Opfer wird eine weiße Rose an den Namen gesteckt. Im Museum waren wir nicht. Ich war mir nicht sicher, ob ich das verkrafte.
  • Museum of Natural History – Schauplatz des Films `Nachts im Museum´, deshalb ein Muss für unsere Jungs. Das Museum ist nett gemacht, man erkennt aber kaum was aus dem Film wieder, schade.
  • Central Park – ein Muss, vor allem im Sommer! Eine tolle Location für ein Picknick (wir haben vorher unser Lunch bei Whole Foods eingekauft).
  • Freiheitsstatue und Ellis Island – auch hier haben wir die erste Tour am Morgen gebucht (im Voraus, die sind schnell weg). So waren die Massen noch nicht da. Die Krone haben wir uns gespart; ich kann mir Schöneres vorstellen als mich in schwül-stickiger Luft an fremden Leibern die schmale Treppe hochzuquetschen; zu anderen Jahreszeiten bestimmt ein Erlebnis. Das Einwanderungsmuseum auf Ellis Island ist super interessant und informativ, auch für die Kids.
  • Top of the Rocks auf dem Rockefeller Center – von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick und kann auch das Empire State Building sehen! Unbedingt vorher die Tickets zur Wunschzeit buchen, sonst muss man nehmen, was noch übrig ist. Man bucht die Auffahrt mit dem Aufzug für ein bestimmtes Zeitfenster. Ich habe im Vorfeld recherchiert, wann die Sonne untergeht und unsere Tickets entsprechend gebucht. Das Timing war perfekt!
  • 5th Avenue – ein Shopping-Paradies! Allerdings steht der Dollar ausgesprochen mies für uns, so dass es keine Schnäppchenjagd wird.

Ein paar Tipps für gutes Essen – wir waren als 4-köpfige Familie mit einem eingeschränkten Budget unterwegs, entsprechend auch diese Locations (mit Ausnahme der Pearl Oyster Bar). New York ist teuer, am günstigsten kommt man natürlich mit Burgern davon. Die aufgezählten sind dennoch was Besonderes, mit Mäckes haben die wenig gemeinsam. 

  • Shake Shack (691 8th Av. zwischen der 43. und 44. Straße) – absolute Empfehlung, das buttrige Burgerbrötchen sucht seinesgleichen; außerdem schreiben sie sich gesunde Zutaten ohne Hormone und Antibiotika auf die Fahne. Es gibt noch weitere Filialen.
  • Pearl Oyster Bar (18 Cornelia Str.) – ein (vielleicht gar nicht mehr so geheimer) Geheimtipp in Greenwich Village. Hier gibt es die leckersten Lobster Rolls mit Shoestring Fries. Zum Niederknien. Man kann nicht reservieren und es wird voll, deshalb sind wir gleich mittags um 12 dort zum Lunch gewesen. Ist allerdings auch kein Schnäppchen.
  • Eataly (200 5th Avenue) – eine Mischung aus italienischem Feinkostladen und Bistro; wir haben dort nicht gegessen, sondern nur einen Espresso getrunken, aber der Laden ist irre!
  • Burger Joint (119W 56th Str.) –  ganz versteckt im Hotel Le Parker Meridien befindet sich dieser ausgefallene Burgerladen. Sieht aus wie eine Bretterbude und hat auch nur zwei Burger zur Wahl. Die sind allerdings echt gut.
  • Mulligans (267 Madison Av.) – um die Ecke von unserem Hotel; nette Sportsbar mit gutem und bezahlbarem Essen wie Spare Ribs und sehr leckerem Caesar´s Salad.

Und noch ein paar Impressionen:

Wir hatten 3 1/2 Tage zur Verfügung, da kann man natürlich nicht alles machen und sehen, was es zu sehen gibt. Aber New York ist auch keine Stadt, die man in wenigen Tagen abarbeitet. Wir haben es zum Beispiel nicht geschafft, Brooklyn zu erkunden oder die HighLine. Da müssen wir wohl nochmal wiederkommen! Dann aber gerne außerhalb der Sommerzeit, denn die schwüle Hitze ist ganz schön anstrengend bei der ganzen Lauferei. Die Metro war bei den Temperaturen auch keine Hilfe. Wir haben uns dann doch das ein oder andere Taxi gegönnt, denn das könnte einfacher nicht zu bekommen sein im Big Apple – einfach Arm raus und zack, hält eins der bekannten Yellow Cabs am Bordstein! Ganz wie bei Gossip Girl ;-)))

Hach, es ist schön, wieder hier auf dem Blog zu sein!

Liebe Grüße, Dina

 

8 Gedanken zu “Da bin ich wieder! Mit einem Reisebericht USA 2017 – Teil 1 New York City

  1. Welcome back, freue mich von dir zu lesen.

    Ich liebe NYC. Die Highline ist super, das müsst ihr beim nächsten Mal machen.

    So tolle Fotos! Aber ja, die Stadt ist teuer. Aber man gönnt sich so einen Urlaub nicht immer. Eure Route hört sich super an. Ich will auch wieder so eine Reise machen. Nur mit einem Kleinkind stelle ich mir das nicht sooo toll vor.

    1. Oh ja, die Highline steht auf jeden Fall noch auf unserer ToDo-Liste! Mit Kleinkind ist so eine Reise wahrscheinlich schon ein bisschen anstrengender, aber sie werden ja auch größer und Vorfreude ist ja bekanntlich die größte Freude, ne? LG Dina

  2. Danke für den tollen Bericht. Irgendwann … möchten wir auch mal nach NY reisen. Werde deine Tipps behalten.
    Viel Spaß beim Kreativsein.
    LG Petra

  3. Liebe Dina,

    so schön, dass du wieder „da“ bist – habe schon sehnsüchtig gewartet und eben sehr gespannt deinen schönen New York-Bericht gelesen. Freue mich schon auf die Fortsetzung!!!
    Ganz liebe Grüße von Silke

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